Patchy Paul: Wie gut ist der Vibrator wirklich?

Dieser Vibrator hat auf den ersten Blick vieles, was für ihn sprechen würde. Ich bin durch seine geriffelte Oberfläche, den überdurchschnittlichen Umfang und natürlich die Farbe auf ihn aufmerksam geworden. Ich fühle mich bei Sexspielzeugen einfach zu schrillen Farben hingezogen. Sex soll eben etwas Aufregendes sein. Mit dem Hersteller Fun Factory habe ich bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht, sodass die Kaufentscheidung ein leichtes Spiel war.

patchy  paul s3mAls mein Patchy Paul endlich ankam, wurde ich positiv überrascht. Die Farbe war nochmals ein gutes Stück heller, als ich es mir erhofft hatte. Auch der Kopf (sofern man das überhaupt sagen darf) ist mir gleich aufgrund seiner wurmartigen Form sympathisch geworden. Selbstverständlich wird nicht jeder mit einem Vibrator zurechtkommen, der vom äußerlichen her einem Wurm schon sehr nahe kommt, doch ich für meinen Teil kann sagen, dass die Form mir gefällt. Ich hatte schon immer etwas übrig für speziell geformte und einzigartige Sexspielzeuge. Jemand der lieber traditionelle Produkte mag, sollte vom Patchy Paul eher Abstand nehmen.

Kommen wir nun vom Erscheinungsbild zu den interessanteren Eigenschaften. Der Vibrator ist aus medizinischem Silikon gemacht, wie fast alle Modelle von Fun Factory. Der Griff ist stabil, lässt sich aber dennoch bei Bedarf in die gewünschte Richtung verbiegen. Das Gerät misst eine Gesamtlänge von 22 cm und einen Umfang von 4,3 cm. Damit liegt er etwas über dem Durchschnitt. Von großem Vorteil ist, dass der Vibrator zu 100% wasserdicht ist. So steht dem Spaß in der Dusche oder Badewanne nichts mehr entgegen. Der Batteriebetrieb erspart einem das ständige laden nach der Verwendung, wie man es von anderen Modellen gewohnt ist.

Die Bedienung der Vibrationsstärke ist simpel gehalten, was ich sehr begrüße, denn wer will kurz vor dem Höhepunkt noch den richtigen Knopf finden müssen. Mit zwei Knöpfen, je einer für oben und unten, lassen sich insgesamt 8 Stufen einstellen. Auch lässt sich eine Art Routine einprogrammieren, die für ein ständiges Auf und Ab sorgen kann. Für mich macht das gerade den Reiz aus. Von immer der gleichen Stimulation hätte ich schon nach wenigen Minuten genug. Die kleine Einbuchtung auf der Oberseite verhindert, dass man aus Versehen einen der Schalter betätigt. Diese Schutzmaßnahme ist meiner Meinung nach gut in das Design integriert worden.

Das einzigste Mango des Patchy Paul ist, dass er für meinen Geschmack aufgrund der Verwendung von Silikon zu weich ist. Durch die Einarbeitung von Rillen wurde versucht diese Problematik zu beheben, doch das Gefühl ist im Vergleich zu einem Vibrator aus festem Material schlechter. Abgesehen davon ist die Stimulation des G-Punkts durch die Krümmung an der Vorderseite hervorragend. Zu dem eingebauten Motor lässt sich nicht viel sagen, außer die Lautstärke ist sehr gering. Man kann den Vibrator also auch ohne Probleme verwenden, wenn sich jemand in einem anliegenden Zimmer aufhält.